Meinungen zum F18 Gewicht

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JUT
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Meinungen zum F18 Gewicht

Beitrag von JUT » 24.11.2012, 13:21

1. Gewichtsreduzierung über einen Zeitraum von z.B. 4 Jahren auf z.B. 160-150 Kg (kostet nicht mehr als ein heutiges Boot)

Martin
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Re: Meinungen zum F18 Gewicht

Beitrag von Martin » 24.11.2012, 13:51

bin dafür
in dem Zusammenhang sollten dann aber auch Materialen wie Epoxy und Corecell erlaubt werden, die kaum Mehrkosten verursachen, dafür aber haltbarer / fester sind.

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Thomas
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Re: Meinungen zum F18 Gewicht

Beitrag von Thomas » 24.11.2012, 17:25

:no: - den F18 gibt es erst seit 1995. Schon damals wäre es ein leichtes gewesen, ein Boot mit 150 kg zu bauen. Man hat sich aber für ein Gewicht von 180 kg entschieden.
Meine Meinung ist, dass eine nachträgliche Änderung der Vermessungsvorschriften die Klasse spalten würde. Letztendlich ist der F18 HT ja auch nicht unbedingt ein Verkausschlager. Wollen wir nun noch einen dritten F18-Typ?
Zuletzt geändert von Thomas am 24.11.2012, 17:32, insgesamt 1-mal geändert.

matt
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Re: Meinungen zum F18 Gewicht

Beitrag von matt » 24.11.2012, 17:28

Allmähliche, sanfte Gewichtsreduzierung ja, wobei stolze 30 Kg innerhalb weniger Jahre die bestehende Weltflotte natürlich blitzaltern liesse.

Das ist alles lösbar, z.B. durch Freigabe von Epoxidharzen mit ein paar zeitgemässen Verstärkungsfasern. Sandwich-Epoxy ist eigentlich ein uralter Hut, der erste FD wurde von Mader 1962 (!!!) in dieser Bauweise laminiert. Bei den FDs kann man auf höherem Level mit Booten segeln, die älter als jeder existierende Formula 18 sind. Interessante Info dazu im FD Equipment WM Review von 2011: "...FDs built since 1984 remain competitive at top international level" http://sail-fd.de/das-boot.

Es gibt Sandwichtornados aus polnischer Produktion, die mehr wiegen als ein Marström Wabentornado, aber immer noch weniger als ein F18. Das könnte die Richtung sein. 9 KG Soforteinsparung durch Carbonmast, ca 10 kg über z.B. 4, 5 Jahre aus der Plattform, 160 als mittelfristiges Ziel sollten realistisch sein.

Kai
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Re: Meinungen zum F18 Gewicht

Beitrag von Kai » 24.11.2012, 20:12

Der Charme unserer Klasse ist ja, dass man - obwohl wir eine Konstruktionsklasse sind - auch mit einem 10 Jahre alten Boot vielleicht nicht ganz vorne, aber sicherlich konkurrenzfähig mitfahren kann. Dieser Vorteil, der nicht ganz so finanzstarken Teams entgegenkommt, wird bei einer Gewichtsreduzierung verschenkt. Anders sieht das Thema aus, wenn man das Crewgewicht mit in Betracht zieht: z.B. eine Crew unter 150 kg braucht bei einem Bootsgewicht von 180kg kein Zusatzgewicht mitzunehmen. Und Einsteigercrews, die es meist auch finanziell nicht so dicke haben, sind meist auch leichter.
Daher meine Meinung - wenn bei bei einer Reduzierung des Bootsgewichtes auch über das System der Zusatzgewichte mitverhandelt wird: dafür!

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Re: Meinungen zum F18 Gewicht

Beitrag von Mark » 25.11.2012, 06:20

Ein weiterer Charme unserer Klasse: auch die allerältesten Boote sind, wenn sie ordentlich behandelt wurden, noch uneingeschränkt seetüchtig. Daher zu radikalen Gewichtsreduzierungen, die die Boote zu kurzlebigen High-Tech-Spielzeugen machen, ein klares Nein!

Aber ein klares Ja zu allmählichen, moderaten Gewichtsreduzierungen mit sinnvollen Übergangsregelungen! Der Trend geht nun mal zu weniger Gewicht, und das nicht nur wegen der Geschwindigkeit, sondern auch wegen des Handlings an Land und auf dem Wasser. Ganz vorne müssen wir nicht dabei sein, aber abhängen sollten wir uns auch nicht lassen.

Der aus meiner Sicht nützlichste Schritt zur Gewichtsreduzierung ist das Zulassen von Karbonmasten: Das Aufrichten nach Kenterung wird leichter, und diese ca. 10 kg Einsparung können auch auf alten Plattformen realisiert werden. Eine weitere Reduzierung könnte so ablaufen, dass man es für eine großzügige Übergangszeit zulässt, dass die Boote schon auf das neue Zielgewicht hin gebaut werden und das Ausgleichsgewicht entsprechend höher ausfallen darf (z.Z. max. 7 kg).

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Re: Meinungen zum F18 Gewicht

Beitrag von Tim M-K » 25.11.2012, 10:38

JUT hat geschrieben:(kostet nicht mehr als ein heutiges Boot)
Das ist definitiv falsch. Wer auf's Gewicht achtet muß mehr Arbeit in Details stecken, was allein die Arbeitsstunden hoch treibt. Leichtere Materialien treiben den Preis weiter. Zum Beispiel kostet alleine schon Epoxi-Harz doppelt soviel wie Polyester. Das setzt sich dann bei Sandwichmaterialien fort, wo die Preisdifferenz noch krasser ist.

Alte Boote werden durch eine Gewichtsreduzierung von 17% definitiv ausgebootet. Packt Euch in der kommenden Saison mal einen 30 l Packsack voll Wasser auf's Trampolin, dann merkt Ihr, dass das keinen Spaß macht.

Durch die Gewichtsreduktion werden die Boote sensibler. Die technischen Probleme werden sich mehren. Leichtere Rümpfe könnt Ihr dann nur noch auf'm Slippy mit Heckstützen bewegen. Einmal irgendwo gegen stoßen und Ihr habt Beulen im Rumpf, einfach nur auf den Strand heizen geht auch nicht mehr, beim Kentern auf die falsche Stelle treten und Ihr habt ein Loch usw. Die Boote darf man dann nur noch wie ein rohes Ei behandeln. Den reinen Regattasegler wird das nicht stören, aber die breite Masse der Gelegenheitssegler hängt Ihr damit ab.

Martin
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Re: Meinungen zum F18 Gewicht

Beitrag von Martin » 25.11.2012, 12:08

Die Mär von den vielen alten Booten, die dann auf den Regatten "abgehängt" werden, sollten wir nicht zu sehr stressen. Wieviele sind das wirklich? Würden die dann weiter hinten platziert sein, als heute?

Sailing 2.0
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Re: Meinungen zum F18 Gewicht

Beitrag von Sailing 2.0 » 26.11.2012, 01:19

Dann bleibt immer noch die Haltbarkeit!

Einen Karbonmast halte ich aus bereits weiter oben genannten Gründen für sinnvoll! Allerdings sollte man in einer Übergangsfrist das eingesparte Gewicht als Zusatzgewicht mitnehmen müssen. Dies zumindest bei nationalen Regatten.
Also ein Jein von mir, Gewichtseinsparung von 10kg ok, wenn in einer Übergangsfrist Ausgleichsgewichte vorgeschrieben werden.

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Re: Meinungen zum F18 Gewicht

Beitrag von Gerald Körfer » 28.11.2012, 11:15

Leichter heißt teurer oder unsolider. deshalb :no:

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