Meinungen zum Carbonmast

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JUT
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Meinungen zum Carbonmast

Beitrag von JUT » 24.11.2012, 13:20

2. Carbonmast (Gewichtsreduzierung des Mastgewichtes von 16-19 Kg auf 9 Kg bei einem Ersatzteilpreisunterschied des Mastrohres von EUR 1.100 auf EUR 2.300 entspricht Preissteigerung von ca. EUR 1.200, aktuelle Segel werden für einen Carbonmast nicht geeignet sein)

Martin
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Re: Meinungen zum Carbonmast

Beitrag von Martin » 24.11.2012, 13:51

dafür

matt
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Re: Meinungen zum Carbonmast

Beitrag von matt » 24.11.2012, 16:46

...hat beim Tornado auch gut geklappt, effektive Maßnahme zur sukzessiven Gewichtsreduzierung.
Relativ problemlos nachrüstbar für jedes bestehende Boot.

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Thomas
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Re: Meinungen zum Carbonmast

Beitrag von Thomas » 24.11.2012, 17:10

:no: - bitte keine Materialschlacht wie beim Tornado, sonst wird ein F18 etwas für Gutbetuchte und die Meldezahlen werden vermutlich zurückgehen.
Zuletzt geändert von Thomas am 24.11.2012, 17:35, insgesamt 1-mal geändert.

matt
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Re: Meinungen zum Carbonmast

Beitrag von matt » 24.11.2012, 17:31

Es gab damals ein Ballot bei den T´s, die Mitglieder wollten den Carbonstick!
Eigentlich nix besonderes mehr heutzutage...

Kai
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Re: Meinungen zum Carbonmast

Beitrag von Kai » 24.11.2012, 20:19

Thomas hat geschrieben::no: - bitte keine Materialschlacht wie beim Tornado, sonst wird ein F18 etwas für Gutbetuchte und die Meldezahlen werden vermutlich zurückgehen.
Auch meine Meinung, die Tornadoklasse hat sich mit dieser Politik selbst ins Aus geschossen. Wenn wir weiterhin so attraktiv bleiben wollen, brauchen wir Nachwuchs - und das wird immer schwieriger, je teurer die Boote werden. Und wenn dann auch noch ältere Boote wegen der Gewichtsreduzierung und ältere Segel wegen Inkompatibilität nicht mehr benutzt werden können, ist die Hürde für den Einstieg bei uns sehr, sehr hoch. Daher: dagegen.

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Tim M-K
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Re: Meinungen zum Carbonmast

Beitrag von Tim M-K » 25.11.2012, 10:49

Ich meine mich daran zu erinnern, dass bei den Tornados einige ausgestiegen sind, weil ihnen der Preis mit dem Carbon-Mast zu hoch wurde.

Hinzu kommt die Empfindlichkeit. Alu ist einfach robuster, da es elastisch ist. Kohlefasern sind starr und anstatt zu federn brechen sie. Es ist die übliche Sache mit dem Leichtbau, der die sachen auch empfindlicher macht. Kommt einem ein Alumast runter (habe ich jetzt schon öfter gesehen und auch selbst erlebt), dann bekommt er vielleicht eine kleine Beule, wenn er auf dem Vorderbeam aufschlägt, Ihr könnt ihn aber weiter nutzen. Der Kohlemast gibt ein trockenes Knirschen von sich, die Fasern sind gebrochen und es steht entweder eine Reparatur oder ein Neukauf an.

Dass der Kohlemast den Preis treibt ist offensichtlich, er wird aber auch noch Folgekosten mit sich bringen. Z.B. höhere Versicherungsprämien usw. Objektive Aussagen aus dem Tornado-Umfeld wären hier mal interessant.

Dass die Segel dann nicht mehr austauschbar sind wird eine weitere Spaltung in Upperclass und Low-Budget-Seglern bringen.

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Re: Meinungen zum Carbonmast

Beitrag von Dieter » 25.11.2012, 17:39

Ich habe mit dem Tornado zwei Erneuerungen mitgemacht.
Bei uns waren es die Profis die Veränderungen wollten.
Die meisten Normalsegler, ich voran, waren Gegner der Veränderungen wegen der Kosten. Beim ersten Step kam der Spie
der uns 25 % Regattasegler weniger brachte. Beim näheren Betrachten haben wir festgestellt das hauptsächlich langjährige Tornadosegler die sowieso nur Ihre Teichregatten gesegelt haben nicht umgerüstet haben.
Beim Carbonmast war das nicht ganz so schlimm. Mit der Zeit haben fast alle umgerüstet und sind heute sehr glücklich darüber.Der Mast ist deutlich langlebiger als der Alumast und viel besser zu handhaben. Ich gehe so weit zu sagen das ein Carbonmast 3 Plattformen der Formula 18 überlebt, Kosten gesenkt.
Meiner Meinung nach ist der Carbonmast in der Formula 18 Klasse ein längst fälliges Muß!
Gruß Dieter Maurer

Sailing 2.0
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Re: Meinungen zum Carbonmast

Beitrag von Sailing 2.0 » 26.11.2012, 01:26

Wie an anderer stelle dieses Forums bereits erwähnt bin ich für einen Carbonmast!

Er macht das aufstellen des Bootes leichter, ist state of the art und erleichtert auch Dinge wie Mast stellen usw...

Aber: Es sollten für eine bestimmte Zeit (z.B 2-4 Jahre) auf nationaler Ebene Ausgleichsgewichte vorgeschrieben werden. So hat man mit einem Alumast keinen großen Nachteil aber neue Boote haben bereits einen Carbonmast und die Klasse wird nicht zum Dinosaurier. Alle sind glücklich :prost:

matt
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Re: Meinungen zum Carbonmast

Beitrag von matt » 26.11.2012, 11:09

Dieter schreibt dass damals die Profis den Carbonmast wollten.

Die Tornadoklasse wurde seinerzeit tatsächlich von bezahlten Profis und Olympiateilnehmern dominiert, und das Boot wurde immer auf die maximal mögliche Perfomance weiterentwickelt. Kosten waren wohl nicht so das Thema.
Gab es damals nicht auch eine Art Deal mit dem (einzigen) Masthersteller?

Unsere segelnde Basis ist weltweit mittlerweile um ein Vielfaches grösser als die des Tornados es jemals war. Die Umrüstungskosten für ein Carbonrigg wären für den grössten Teil der Segler vermutlich ein Killerargument. Segeltechnisch besteht nicht unbedingt die Notwendigkeit.

Ein C-Rohr ist schön und gut, aber hätte auch das Potential, die Klasse zu zersplittern.

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Re: Meinungen zum Carbonmast

Beitrag von Gerald Körfer » 28.11.2012, 11:12

Hallo liebe Segelkollegen, wenn ich mit Carbonmast segeln will, kauf ich mir einen Tornado. Ich glaube, daß der F18 in seiner jetzigen Form ein schönes, gerade noch bezahlbares Boot ist. Eine Teilung wie beim Tornado in Classic und olympisch wäre auch hier die Folge, nur daß es olympisch hier nicht gibt. Das Argument der besseren Aufrichtbarkeit mit leichterem Mast ist sicher richtig, aber wenn man genau nach Anleitung vorgeht, kann man auch mit 150 kg Manschaftsgewicht problemlos aufrichten. :no:
Mit sonnigen Grüßen, Gerald

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Re: Meinungen zum Carbonmast

Beitrag von jorgo » 28.11.2012, 18:58

Als ich in der F 18 mit Arne(damals 12 Jahre alt)anfing zu segeln war unser Mannschaftgewicht 118kg (wir haben auf den ersten Klassenregatten 17kg Blei mitgenommen = 12 kg bis Mindestcrewgewicht 130kg plus 5 Kg Ausgleich auf 140kg) und natürlich die kleinen Segel benutzt.
Was habe ich damals gelernt:
1. Aufrichten nach Kenterung war mit etwas Übung nie ein Problem (und wir haben damals die Grenzen wirklich ausgelotet und uns öfter mal "auf den Pinsel" gelegt).
2. Das Gewichtsausgleichs-System, welches Yves Loday entwickelt hat, funktioniert hervorragend. Wir haben bei einer Europameisterschaft sowohl bei extrem viel Wind als auch bei Leichtwetter jeweils einen Tagessieg gefahren mit unserem HAWK.
3. Wir konnten das Boot alleine slippen und auch ohne Hilfe Mast stellen/legen .... , sowie zur Not mithilfe des Slipwagens die Plattform alleine auf den Trailer laden.

Von mir ein ganz klares :no: für alle Änderungen an den Regeln, die diese mittlerweile weltweit hervorragend funktionierende Klasse gefährden könnten. Z.B. segeln viele Leute auch Freizeit, Langstreckenrennen und mit verhältnismässig kleinem Budget. Außerdem befindet sie sich in vielen Ecken der Welt (z.B. auch Amerika Nord und Süd) immer noch dynamisch im Aufbau. Daher halte ich diese (nun schon seit einem Jahr immer wieder aufkeimende) Diskussion um irgendwelche völlig unnötigen Regeländerungen für geradezu fahrlässig.
Auch wenn ich vielleicht aus anderen Gründen nicht weiter aktiv sein werde würde es mir doch in der Seele wehtun, wenn die F 18 Klasse durch falsche Politik "den Bach runter" ginge.
Vielleicht noch ein Blick über den Tellerrand: Bei den sogen. Sporboats (Melges, J 80 und co.) gibt es gerade (wg. abnehmender Aktivität) eine ganz starke Bewegung zu weniger Hightech und bezahlbaren, robusten Booten. Die meisten Neuentwicklungen haben schnöde Alumasten und machen trotzdem Spaß beim Segeln - genauso wie unsere Kisten!
Also Leute, seid vernünftig!

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catawest_Seb
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Re: Meinungen zum Carbonmast

Beitrag von catawest_Seb » 03.12.2012, 20:28

Das Argument des Aufrichtens zählt in meinen Augen auch nur bedingt. Wer Fokus darauf legt, setzt schon voraus, dass er häufiger im Wasser landet. Mit Blick auf Haltbarkeit kann da ein Carbon-Mast eher ein Nachteil sein...

Sailing 2.0
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Re: Meinungen zum Carbonmast

Beitrag von Sailing 2.0 » 07.12.2012, 00:42

Mir ging es bei dem Argument eigentlich nicht darum, dass bestehende F18 Crews ihr Boot schneller aufrichten können. Eher schon darum, dass man das Mindestcrewgewicht der Klasse senken könnte und so für die Leute aus der Hobie 16 Scene eine Alternative wäre.

Ich bin mir sicher mit etwas Erfahrung, Übung und eventuell ein paar Tricks (Wassersack) können wir das Boot mit unseren 135kg schon aufrichten.

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Re: Meinungen zum Carbonmast

Beitrag von catamaran » 26.01.2013, 19:57

Wird durch den Carbonmast dann das zulässige Gesamtgewicht der F18- Boote auf 170kg abgesenkt?

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